Fußgänger auf die Straße?

Köln - Die Menschen sollen zur Zeit 1,5 m zueinander Abstand halten. Aber viele Bürgersteige lassen das gar nicht zu. Sie sind zu schmal und stellenweise verhindern Unterstände und Vorbauten, z.B. an Bushaltestellen, auf Distanz zu gehen.

Der Fußgängerverband Fuss e.V. verkündet: „Rücksicht nehmen, auf der Fahrbahn gehen.“ Was sagen die Kölner Ordnungshüter dazu? Bevor man den Fuß auf die Fahrbahn setzt, sollten alle Alternativen in Betracht gezogen werden, mahnt die Stadt.

„Kann man den Sicherheitsabstand wegen nicht ausreichendem Platz nicht einhalten, sollte man in Parklücken, Hauseingänge oder Zufahrten ausweichen. Die Nutzung der Fahrbahn ist nur eine letzte Option bei absolut gering belasteten Straßen.“ (KR)

Kommentar von Pedes am 06.04.2020

Man soll wegen Corona zu anderen Fußgängern einen gewissen Abstand halten. Dieses Abstandsgebot ist im Ergebnis das gleiche, als hätte man einen sperrigen Gegenstand dabei. Genau für den Fall sieht die Straßenverkehrsordnung selbstverständlich die Benutzung der Fahrbahn für Fußgänger vor.

Kommentar von Biker am 06.04.2020

Beim herablassenden Rat der Stadt an Fußgänger, sich im Zweifelsfall in Parklücken, Hauseingängen oder Zufahrten herumzudrücken, hätte man nicht übel Lust, ausschließlich auf der Straße zu gehen. Glaubt die Stadt wirklich, die Straßen gehören den Autofahrern? Das sehe ich als Steuerzahler aber ganz anders. Autofahrer dürfen die Straßen bevorrechtigt benutzen, das ist klar. Aber wenn sich die Verhältnisse ändern, ändern sich auch die Nutzungsregeln, aber sicher nicht die Besitzverhältnisse ..

 

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